Strategien gegen das Coronavirus: Querdenker werden totgeschwiegen

«Je mehr Personen bereits eine Infektion durchgemacht haben, desto geringer wird das Ansteckungsrisiko für die restliche Bevölkerung sein», sagt Pietro Vernazza, Chefarzt der Infektiologie des Kantonsspitals St. Gallen. Er schlägt daher das gezielte Schaffen einer «Herdenimmunität» vor. «Dafür müssen wir Infektionen zulassen.» Insbesondere bei Kindern und gesunden jüngeren Menschen seien die Symptome fast immer mild, oder die Infektion bleibe sogar gänzlich unbemerkt. Eine solche Umstellung müsse «selbstverständlich unter laufender Beobachtung der Hospitalisationszahlen erfolgen». Bei der Gruppe der Risikopatienten und älteren Personen solle hingegen die gegenteilige Strategie gefahren werden, nämlich die möglichst weitgehende Vermeidung von Ansteckungen. Besonders gefährdete Personen müssten für einige Zeit «zu ihrem persönlichen Schutz ein zusätzliches individuelles Hygiene- und Isolationsverhalten aufrechterhalten», bis eine ausreichende Immunität in der Bevölkerung auch ihr individuelles Risiko minimiere.

(www.telebasel.ch)

Schwer zu verstehen, weshalb Stimmen wie jene von Pietro Vernazza bei den zuständigen Behörden und Gesundheitspolitikern offensichtlich bis anhin noch kein Gehör gefunden haben. Weshalb eigentlich nicht? Gibt es so etwas wie einen unausgesprochenen Mainstream? Entweder bewegt man sich in diesem, dann findet man Beachtung. Wenn nicht, wird man einfach totgeschwiegen…

Nur 5,5 Prozent der Genfer Bevölkerung haben sich bisher mit dem Coronavirus angesteckt: gute oder schlechte Nachrichten?

Erste Resultate einer Studie des Genfer Universitätsspitals zeigen, dass sich 5.5 Prozent der Genfer Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt haben. Bisher wurde das Blut von 760 Personen untersucht. Man könne zurzeit noch keine detaillierten Auswertungen machen bezüglich der Verteilung in der Bevölkerung, sagt Isabella Eckerle, Virologin des Unispitals Genf: «Was sich aber schon abzeichnet, ist, dass der Anteil an infizierten Personen kleiner ist als erhofft». Und dies bedeute, dass es lange dauern werde, bis ein grosser Teil der Bevölkerung dem Virus ausgesetzt sein werde.

(www.srf.ch)

Einerseits wird die Bevölkerung dazu angehalten, sich regelmässig die Hände zu waschen, überall einen Abstand von zwei Metern zu anderen Personen einzuhalten und sich, wenn sich dieser Abstand nicht einzuhalten ist, mit Gesichtsmasken zu schützen. Anderseits bedauert die Virologin des Unispitals Genf, dass erst 5,5 Prozent der Bevölkerung infiziert worden sei und es daher noch lange dauern werde, bis ein grösserer Teil der Bevölkerung dem Virus ausgesetzt und damit, mindestens eine Zeitlang, immunisiert sein werde. Wie geht das zusammen? Eigentlich gar nicht. Das eine Konzept ist genau das Gegenteil des andern. Offensichtlich besteht da noch ein grösserer Handlungsbedarf unter den Fachexperten, sich auf die eine oder andere Strategie festzulegen…

Apple und der Bundesrat Hand in Hand gegen die Bewegungsfreude der Schweizer Bevölkerung

Wer mit Apple Maps auf seinem Smartphone den Weg in einen Shop sucht, füttert automatisch Apples Datenbank mit Bewegungsdaten. Diese wurden kürzlich – in anonymisierter Form – auf der Website von Apple veröffentlicht. So wird ersichtlich, wie strikt die Lockdowns in den verschiedenen Ländern umgesetzt werden. Die Schweiz schneidet dabei nicht besonders gut ab: Am Wochenende vor dem offiziellen Lockdown blieben Herr und Frau Schweizer vermehrt zu Hause. Ab dem 17. März waren dann die meisten Geschäfte, Kinos und Co. geschlossen – ab da sackten die Bewegungsdaten in den Keller. Gegen Ende März bewegte man sich in der Schweiz nur noch rund ein Drittel so stark wie am Referenztag im Januar. Inzwischen scheint die Schweizer Bevölkerung aber etwas «lockdownmüde» zu sein: Der Trend bei den Bewegungen zeigt klar nach oben, obwohl bis zum heutigen Tag noch keine Lockerungen in Kraft traten. 

(www.watson.ch)

Apple scheint entgangen zu sein, dass es Länder mit Ausgangssperren gibt und solche ohne. Alles wird in den gleichen Topf geworfen und über allem schwebt, unausgesprochen, als wäre es ein heiliges Gebot, der Aufruf, die Menschen sollten „zu Hause“ bleiben. Dass die Schweiz in dieser Hinsicht „nicht besonders gut“ abschneidet, ist ja logisch, herrscht hierzulande doch nach wie vor glücklicherweise keine Ausgangssperre. Trotzdem ruft auch der Bundesrat wider alle Vernunft in endloser Wiederholung die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. Ihm werden, da die Schweiz ja nicht als schwarzes Schaf dastehen will, die auf der Apple-Website veröffentlichten Daten ganz gelegen kommen. Und so zieht sich die Krake immer mehr über unseren Köpfen zusammen und wir werden, wenn wir schon nicht dem Bundesrat gehorchen, dann wenigstens Apple gehorchen und alle miteinander ganz schön brav Tag und Nacht zu Hause bleiben.

Coronakrise: Ausgangssperren und ihre fatalen Folgen

Ob ein Infizierter im Spital oder gar auf einer Intensivstation landet, hängt auch von der Stärke des Immunsystems ab. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Studie aus Japan, die zeigt, dass schon zwei auf zwei Tage verteilte Spaziergänge im Wald die Anzahl der für die Immunabwehr entscheidenden natürlichen Killerzellen um 50 Prozent erhöht und zudem deren Aktivität markant steigert.

(www.infosperber.ch)

Und dennoch gibt es nach wie vor Länder – so etwa Frankreich, Italien, Spanien und Russland -, die an strikten Ausgangssperren festhalten und alle Personen, die sich nicht daran halten, in Form von teils überaus happigen Bussen geradezu kriminalisieren. In Indien geht dies sogar so weit, dass, wie Hilfsorganisationen melden, bereits mehr Menschen an den Folgen der Ausgangssperre gestorben sind als durch das Virus selber. Aber selbst in Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, wo noch keine Ausgangssperren verhängt wurden, werden die Behörden nicht müde, den Menschen einzubläuen, sie sollten zuhause in ihren vier Wänden bleiben und diese allerhöchstens für einen fünfminütigen Spaziergang rund um den Wohnblock verlassen. Woher eigentlich diese ganze Hysterie, wenn es doch jedem Kind einleuchtet, dass Bewegung im Freien wohl das beste Mittel ist, psychisches und körperliches Wohlbefinden zu steigern? Nur schon die Tatsache, dass die Länder, welche eine Ausgangssperre kennen, ganz und gar nicht bessere Zahlen von Infizierten und Verstorbenen aufweisen, müsste doch zu denken geben… 

 

Kakaoanbau: Gerechterweise müssten die Produzenten den grössten Anteil am Gesamtgewinn haben

Gemäss einer neuen Studie der Universität Chicago führten 2018/19 41 Prozent der in Ghana und der Elfenbeinkäste im Kakaoanbau tätigen Kinder gefährliche Arbeiten aus, zehn Jahre zuvor waren es 30 Prozent gewesen. Arbeiteten 2008/09 28 Prozent der Kinder mit scharfem Werkzeug, waren es zehn Jahre später schon 35 Prozent. Trugen 2008/09 23 Prozent der Kinder schwere Lasten, belief sich diese Zahl zehn Jahre später bereits auf 28 Prozent. Noch extremer sehen die Zahlen beim Arbeiten mit agrochemischen Produkten aus: Hier zeigt sich in diesen zehn Jahren eine Zunahme von 5 auf 24 Prozent der Kinder.

(Tages-Anzeiger, 21. April 2020)

Allenthalben fordern Hilfswerke und Menschenrechtsorganisationen zu Recht eine Abschaffung der Kinderarbeit. Doch diese Forderung greift zu kurz. Das einzige wirklich wirksame Mittel zur Bekämpfung der Kinderarbeit wäre eine massive Erhöhung der Löhne aller im Kakaoanbau tätigen Erwachsenen. Sie lassen ihre Kinder ja nicht deshalb so gefährliche, anstrengende und beschwerliche Arbeiten verrichten, weil sie daran besonderen Spass hätten, sondern einzig und allein deshalb, weil sie ohne das Einkommen der Kinder schlicht und einfach nicht überleben könnten. Nicht die Verarbeiter, Transporteure und Verkäufer müssten den Löwenanteil am Gesamtgewinn haben, sondern jene Menschen, die auf den Plantagen unter schwersten Bedingungen die anstrengendsten und gefährlichsten Arbeiten verrichten und ohne deren tagtägliche Plackerei der ganze Überbau bis hin zum Konsum in den reichen und reichsten Ländern wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen würde.

„Vielleicht haben die Schweden mit ihrem Weg von Anfang an Recht gehabt.“

Auch über Ostern blieben Cafés, Restaurants und zahlreiche Geschäfte in Schweden offen. Zwar sind bisher bereits 1400 Menschen am Coronavirus verstorben – gemessen an der Bevölkerungszahl etwa gleich viele wie in der Schweiz -, doch gehen die Zahlen der Neuinfizierten laufend zurück. Und dies, obwohl die schwedische Regierung nie strenge Massnahmen und schon gar nicht Ausgangssperren und dergleichen angeordnet hat. Gemäss einer Aussage des schwedischen Staatsepidemiologen Anders Tegnell wäre es möglich, dass in Stockholm bereits im Mai Anzeichen für eine Herdenimmunität zu sehen sein könnten. CH-Media-Chefredaktor Patrik Müller sieht im schwedischen Modell eine vielversprechende Alternative zu jenen Ländern, die weit rigorosere Mittel zur Eindämmung der Coronapandemie praktizieren: «Vielleicht haben die Schweden mit ihrem Weg von Anfang an Recht gehabt.»

(www.watson.ch)

Wäre Schweden das Beispiel, auf das wir so lange gewartet haben und das uns zeigt, dass auch „weichere“ Wege aus der Coronakrise möglich sind? Sehr einleuchtend vor allem das Ziel einer „Herdenimmunität“, denn sie allein kann letztlich dem Coronavirus den Garaus machen, während das blosse Verhindern und Unterdrücken von Ansteckungen dem Virus ein langes, langes Leben beschert und die Krise bloss ins Endlose verlängert. Interessant auch, dass in schwedischen Cafés und Restaurants das Einhalten eines Abstands von zwei Metern kein Problem zu sein scheint, etwas, was hierzulande nach wie vor ein Tabu ist und von den zuständigen Behörden nicht einmal ernsthaft diskutiert wird.

Ein Gesundheitswesen, das davon lebt, dass möglichst viele Menschen krank sind

Weil die Schweizer Spitäler aufgrund der Coronakrise auf alle verschiebbaren Behandlungen verzichten, leiden nun die meisten Spitäler an Unterbeschäftigung. Sie sind massiv unterbelegt und kämpfen mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen. Die Spitäler merken nicht nur die verschobenen Behandlungen, sondern auch die schwindenden Notfälle. Weil die Leute zuhause bleiben, ereignen sich weniger Unfälle. Zudem kommen weniger Leute wegen Bagatellfällen in den Notfall. Dies hat grosse Auswirkung auf die Finanzen der Spitäler. So rechnet beispielsweise die Spital Thurgau AG mit einem Verlust von einer Million Franken am Tag. Aus den anderen Regionen gebe es bisher keine Zahlen, die Grössenordnung der Defizite dürfte aber ähnlich sein.

(www.toponline.ch)

Dass der grosse Ansturm an Coronapatienten bisher ausgeblieben ist, darüber kann man gar nicht genug erleichtert sein. Dass dies nun aber im Endeffekt dazu führt, dass Spitäler infolge Unterbelegung Defizite von bis zu einer Million Franken pro Tag einfahren, wirft doch einige grundsätzliche Fragen auf. Es bedeutet nämlich im Klartext nichts anderes, als dass unser Gesundheitswesen offensichtlich davon lebt, dass möglichst viele Menschen krank sind – je mehr Menschen behandelt werden müssen, umso lukrativer das Geschäft. Und je weniger Menschen behandelt werden müssen, umso geringer die Gewinne, umso grösser das Defizit. Wären – was ja eigentlich das Ziel eines jeden am Wohl der Menschen orientierten Gesundheitswesens sein müsste – sämtliche Menschen gesund, dann würde das Gesundheitssystem infolge der damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen kollabieren. Schon reichlich grotesk, oder nicht?

Lockerung der Coronamassnahmen: Nicht alles ist logisch

Der Bundesrat gab heute den Fahrplan für die schrittweise Lockerung der Coronamassnahmen bekannt. Doch warum gehören ausgerechnet Einrichtungen mit direktem Körperkontakt wie Coiffeursalons und Tattoo-Studios zu den Profiteuren der ersten Lockerungsetappe am 27. April? Warum werden Baumärkte und Gartencenter geöffnet, während kleinere Läden bis am 11. Mai geschlossen bleiben sollen? Besonders bitter ist der Lockerungs-Fahrplan für die Gastronomie. Vor dem 11. Juni wird es kaum zu einer Wiedereröffnung von Bars und Restaurants kommen. Ein brutaler Schlag ins Gesicht abertausender Beizer und Restaurantangestellter. Die Branche operiert mit sehr knappen Margen, viele betreiben Selbstausbeutung. Nun sind auf absehbare Zeit keine nennenswerten Umsätze in Sicht, während sie bei den Mieten höchstens auf eine Fristerstreckung hoffen dürfen. Wie so die befürchtete Pleitewelle verhindert werden kann, weiss wohl nicht einmal der Bundesrat.

(www.watson.ch)

Man kann dem Bundesrat in Sachen Corona wohl kaum vorwerfen, er hätte bisher nicht mit Umsicht und Augenmass agiert. Die heute bekanntgegebenen Lockerungsmassnahmen sind indessen mindestens teilweise nur schwer nachvollziehbar. Gibt es irgendeinen triftigen Grund dafür, dass nur grosse Geschäfte, Gartencenter und Baumärkte ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen, nicht aber kleinere Geschäfte? Während Apotheken, Bäckereien und Metzgereien unabhängig von ihrer Grösse nach wie vor geöffnet sind, sollen Kleiderläden, Buchläden und Papeterien bis am 11. Mai geschlossen bleiben – wo ist da die Logik? Erst recht zu denken gibt die Tatsache, dass Bars und Restaurants frühestens am 11. Juni, wenn überhaupt, ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen. Und dies, obwohl zahllose Gastrobetriebe umfassende Sicherheitskonzepte – Hygienemassnahmen, Tisch- und Sitzordnungen mit erforderlichem Sicherheitsabstand, usw. – vorgelegt haben, Sicherheitskonzepte, von denen so mancher Bauarbeiter, so manche Detailhandelsangestellte, so manche Pflegefachfrau nicht einmal zu träumen wagen. Die stets wiederholte Beteuerung des Bundesrats, sämtliche Sicherheitsmassnahmen würden nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg, sondern stets nur gemeinsam mit ihr umgesetzt, hat heute einen unverkennbaren Kratzer erhalten. Man hätte zumindest all jenen Restaurants, die ein glaubwürdiges Sicherheitskonzept vorgelegt haben, die raschestmögliche Wiederaufnahme ihres Betriebs erlauben sollen, nicht zuletzt auch als Beitrag zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden der Bevölkerung.

Selbständigerwerbende und Kleinunternehmen: Existenzielle Bedrohung als Folge des kapitalistischen Wirtschaftssystems

Dass so viele Kleinunternehmen und Selbständigerwerbende durch die Coronakrise existenziell bedroht sind, ist nicht zuletzt eine ganz logische Folge des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Dieses zwingt nämlich die Betriebe einer jeweiligen Branche in einen permanenten gegenseitigen Wettkampf, in dem pausenlos messerscharf kalkuliert werden muss und das Anlegen von Reserven gar nicht möglich ist. Eine höchst riskante, fahrlässige und gefährliche Angelegenheit, die, wie wir heute erleben, schon beim ersten kleinen Windhauch zum Einsturz gelangen kann. Bleibt zu hoffen, dass die entsprechenden Lehren gezogen werden und sich die einzelnen Betriebe zukünftig nicht mehr nur als gegenseitige Konkurrenten definieren, sondern als einzelne Teile einer insgesamt solidarischen Gemeinschaft, in der zum Beispiel das Anlegen von Reserven für Krisenzeiten nicht mehr etwas Aussergewöhnliches ist, sondern vielmehr die allgemein gültige Regel.

Jetzt, wo die Polizei Seepromenaden, Spielplätze und Wandergebiete kontrolliert hat, könnte sie doch auch mal Baustellen, Fabrikhallen und Werkstätten kontrollieren

Zwei Meter, sagt D.H., sind die Gänge auf Baustellen in der Regel nicht breit, da könne man sich auf den Kopf stellen, „der nötige Sicherheitsabstand ist hier schlicht eine Illusion.“ Doch mit seinen 64 Jahren und Vorerkrankungen, als Vorarbeiter seit sechs Jahren im gleichen Betrieb tätig, ist D.H. kein perfekter Kandidat fürs Homeoffice. Ähnlich wie D.H. geht es auch M.I. Er hat seinem Arbeitgeber ein ärztliches Attest vorgelegt, das seine Vorerkrankungen bestätigt, Lungenprobleme, Asthma. Doch das Unternehmen bescheinigt ihm schriftlich, dass er in einer Woche wieder auf der Matte stehen müsse und keine zweite Krankschreibung akzeptiert würde. Das Unternehmen hat ihm mit der Kündigung gedroht, sollte er der Arbeit fernbleiben.

(W&O, 14. April 2020)

Die Polizei war übers Osterwochenende an Seepromenaden, auf Sportplätzen und in Wandergebieten überaus präsent – um darüber zu wachen, dass die Menschen überall den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einhalten. Weshalb sehen wir die Polizei jetzt, wo die Arbeitswoche wieder begonnen hat, nie in einer Fabrikhalle, einer Werkstatt oder auf einer Baustelle, wo es ebenfalls und sogar noch weitaus dramatischer um den Sicherheitsabstand und um die Gesundheit besonders gefährdeter Personen geht? Ist das der Unterschied zwischen dem öffentlichen Raum und jenem privatwirtschaftlichen Raum, in dem allein die Arbeitgeber das Sagen haben und die öffentliche Hand nichts zu suchen hat?